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Angst um Lebensstandard: Die Hälfte der Deutschen will kürzertreten

Der Ukraine-Krieg und die Inflation sorgen hierzulande für enorme Verunsicherung: Jede oder jeder zweite Deutsche (54 Prozent) fürchtet, den eigenen, aktuellen Lebensstand nicht mehr halten zu können. Zwei Drittel wollen aufgrund der Preissteigerungen weniger ausgeben, wie eine Umfrage des Instituts für Handelsforschung (IFH) in Köln dem Spiegel zufolge ergab.

Vor allem mithilfe von Sonderangeboten und Preisvergleichen wollen viele Konsumierende sparen, die Hälfte der Befragten möchte günstiger in den Sommerurlaub. Zurückhaltend sei man aktuell auch bei größeren Anschaffungen – 4 von 10 Personen hätten entsprechende zunächst vertragt. Das gelte vor allem für Ausgaben für das eigene Zuhause, aber auch für Elektro- und Modeartikel.

Immer öfter wird Mode aus zweiter Hand gekauft: Rund ein Drittel tut dies bereits regelmäßig, ermittelte die Unternehmensberatung KPMG laut Tagesschau. Zwar mache der Umsatz mit Secondhand-Mode bisher lediglich 5 Prozent des Gesamtumsatzes im Modehandel aus, doch Lieferengpässe, Inflation und Nachhaltigkeit verleihen der Branche Aufschwung. Davon würden vor allem Kleinanzeigenportale Ebay, Ebay-Kleinazeigen oder Anbieter wie Momox profitieren.

Secondhand-Käufe werden immer beliebter

Diese Entwicklung zeige sich aber auch beim Erwerb von Elektroartikeln, etwa bei Laptops oder Smartphones, melden Internetworld/dpa. „Hier heizen die Lieferengpässe bei Neuware die Nachfrage nach gebrauchten Produkten so sehr an, dass zuletzt auch gebrauchte Smartphones spürbar teurer wurden“, sagte demnach Kai Hudetz, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung (IFH). Solche Preisschübe im Secondhand-Bereich seien aber eher die Ausnahme.