Ständig online: Exzessive Mediennutzung bei Kindern

Die Beiträge der Ausgabe 1/2025 der Fachzeitschrift BzKJAKTUELL der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz widmen sich im Schwerpunkt dem Thema „Exzessive Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen“. 

"Nur noch zehn Minuten. Welcher Elternteil kennt diesen Satz nicht. Der Medienkonsum von jungen Menschen stellt die gesamte Fachszene des Kinder- und Jugendmedienschutzes vor Fragen. Welche Nutzungszeiten sind „normal“? Ab wann sprechen Expertinnen und Experten von einer „Mediensucht“? Und wie können Kinder und Jugendliche vor einem exzessiven Medienkonsum geschützt werden, ohne dass ihnen ihr Recht auf digitale Teilhabe abgesprochen wird?" so Sebastian Gutknecht, Direktor der BzKJ.

Exzessive Nutzung von Games und Co.

Einige Anregungen aus der Studie sind bereits in die Praxis eingeflossen. Beispielsweise erhalten Games, die glücksspielähnliche Mechanismen enthalten oder durch ihre strukturelle Ausgestaltung ein exzessives Mediennutzungsverhalten fördern können, eine höhere Alterseinstufung. Dennoch bedarf es angesichts der sich rasant entwickelnden Medienwelt immer wieder neuen Diskussionen über die gesellschaftlichen Grundlagen, Werte und Schutzansprüche des Kinder- und Jugendmedienschutzes, immer unter Berücksichtigung der Kinderechte auf Schutz, Befähigung und Teilhabe im digitalen Raum. 

Warum Apps Teil der Lösung sind 

In der Rubrik „Wissenswert“ stellen David Grüning und Frederik Riedel die durch die BzKJ geförderte Interventions-App „one sec“ vor und erläutern, warum Apps Teil der Lösung für exzessiven digitalen Medienkonsum bei jungen Menschen sein können. 

Grüning und Riedel erklären, wie eine App als technische Lösung ergänzend neben Prävention und Aufklärung dabei helfen kann, dass eigene Mediennutzungsverhalten, vor allem im Hinblick auf eine exzessive Social-Media-Nutzung, zu reflektieren. Dabei stellen sie verschiedene Möglichkeiten zur Unterbrechung in gegebenen Nutzungsmustern vor. „one sec“ kann sowohl Erwachsenen als auch Jugendlichen dabei helfen, bewusst einen Moment innezuhalten und die weitere Mediennutzung zu überdenken. 

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