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A-Z-Garantie: Amazon will Kunden künftig für fehlerhafte Produkte entschädigen

Amazon hat in den USA einige umfangreiche Änderungen an seiner A-Z-Garantie angekündigt, um Kunden besser vor fehlerhaften Produkten, die über den Marketplace verkauft werden, zu schützen. Hatte das Unternehmen die Kunden in der Vergangenheit in einem Schadensfall noch direkt an den entsprechenden Marketplace-Händler verwiesen, will Amazon für Schäden von unter 1.000 US-Dollar künftig selbst aufkommen.

Dieser Schritt soll auch den Drittanbietern auf dem Amazon Marketplace Vorteile bringen: Denn auf sie sollen so in diesen Fällen keine Kosten zukommen, sofern sie sich an die Richtlinien des Marktplatzes halten und entsprechend versichert sind. Wie Amazon erklärt, sollen 80 Prozent der Schadensfälle durch fehlerhafte Produkte in diesen Bereich fallen.

Amazon wolle auch für die Kosten aufkommen, falls ein Händler nicht reagiert oder eine Forderung ablehnt, die in den Augen des Marktplatzes zulässig sei – in diesen Fällen wird Amazon das Geld von dem betreffenden Händler dann im Nachhinein selbst einfordern. Sollte der Händler die Forderung abgelehnt haben, habe er immer noch die Möglichkeit, sein Produkt zu verteidigen und die Kosten damit nicht tragen zu müssen.

Die neue Regelung greift ab dem 1. September und gilt vorerst nur für den US-amerikanischen Marktplatz. Durch die Neuregelung der A-Z-Garantie will Amazon den Prozess nach eigenen Angaben verschlanken und beschleunigen.

Quelle: onlinehaendler-news.de