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Asmodee Deutschland begann am 1. Juli verspätet mit dem neuen „Flagship-Jahr“

In enger Zusammenarbeit mit den Fachhändlern hat Asmodee im Jahr 2019 ein neues und auf den Handel zugeschnittenes Konditions- und Rabattsystem erarbeitet. Doch ab März 2020 kam alles anders als geplant.

„Wir wollten eigentlich mit den neuen Konditionen im April 2020 starten und alles war vorbereitet, aber dann kam der 17. März 2020“, berichtet Udo Fischer Sales Director der Asmodee GmbH. „Wir selbst hatten zu dem Zeitpunkt keine Idee, wie es für den Handel in einer Pandemie überhaupt weitergeht.“ Asmodee hat daher bereits damals den Start des „Flagship-Programms“ auf den 1. Juni 2020 verschoben. Das Unternehmen wollte so dem Handel eine berechenbare und gewohnte Grundlage für diese ungewisse Zeit des ersten Lockdowns zur Verfügung stellen.

Auch das Jahr 2021 begann im Lockdown und schnell war klar, dass erneut der geplante Start und damit die Neuberechnung der Konditionen nicht im April 2021 stattfinden konnte.

Basis der Flagship-Rabatte ist der Vorjahresumsatz“, erzählt Udo Fischer weiter, „unsere Kunden hatten aber durch den Lockdown nicht die Chance, ihre Rabatte entsprechend zu erreichen.“ Eine erste Analyse und Hochrechnung im Februar habe gezeigt, dass viele Kunden ihre Rabattstufe verloren hätten und ab 1. April mit weniger Konditionen hätten rechnen müssen. Mehr als 10% der Kunden stünden mit deutlich weniger Umsatz als im Vorjahr da und wären sogar mehr als eine Rabattstufe gefallen.

Die besonderen Umstände haben Asmodee dann bewegt, das Flagship-Jahr bis zum 30.6 zu verlängern. Erneut wurde nun im Juni die Situation analysiert. „Wir haben schnell gesehen, dass viele Kunden es geschafft haben“, berichtet Sarah Kwasniewski, Sales Admin und Verantwortliche für die Datenanalyse. „Ich war richtig erleichtert und froh, dass sich unsere Kunden nun auf ihre gewohnte Rabattstufe zurückkämpfen konnten.“ In den vergangenen Wochen ist das Sales-Team von Asmodee aber noch einen Schritt weitergegangen. Viele Kunden standen knapp vor einer höheren Stufe als im Vorjahr. Durch aktive Kontaktaufnahme konnten sich 7% der Flagships weiterentwickeln und erhalten ab dem 1.7. mehr Konditionen als im Vorjahr beim Essener Verlag.

Das Asmodee-Flagship-Programm ist in vier Stufen aufgeteilt. Ein Asmodee Flagship zeichnet sich dadurch aus, dass er entsprechend seiner Größe ein definiertes Kernsortiment des Verlages führt. Neben den Konditionen gibt es in jeder Stufe noch weitere Vergünstigungen und Support. So kann zum Beispiel jeder Flagship, ab der Stufe 2 am sogenannten Hobby-Next-Programm teilnehmen. Hier bietet der Verlag seinen Kunden verschiedene Aktionen zumeist in Verbindung mit Social Media an. Teilnehmer erhalten je nach Aktion besondere Promotionsartikel zu einer aktuellen Neuheit oder auch die Möglichkeit eines Pre-Release-Angebots für den stationären Handel. Bereits ab der ersten Stufe des Flagship-Programms steht jedem Kunden ein Demo-Budget in unterschiedlicher Höhe zur Verfügung. Hier kann der Händler entsprechend seiner Kundschaft Demo-Spiele bestellen, die im Laden dann ausprobiert werden können.

Die Teilnehmer des Flagship-Programms zeigen sich sehr zufrieden mit dem partnerschaftlichen Umgang der Essener mit ihren Kunden. „Asmodee informiert seine Kunden über einen wöchentlichen Newsletter und wir können jederzeit jemanden erreichen, berichtet Matthias Scholten vom White Rabbit in Essen. „Die Flagship-Konditionen bieten uns viele Benefits, die auf uns als stationären Handel zugeschnitten sind. Zum Beispiel gibt es auch Support für Events in unserem Geschäft und wir hoffen, dass wir diese nun bald wieder nutzen können.“

Für eine Teilnahme am Flagship-Programm kann sich jeder stationäre Händler bei Asmodee bewerben. Die Einstiegshürden sind zum Beispiel die Forderung nach einem Schaufenster, Verkaufspersonal vor Ort und einer Öffnungsdauer von  mindestens 25 Stunden in der Woche.