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Coronahilfen: Mittelstand kämpft mit der Bürokratie

Die Coronahilfen sollen Unternehmen in der aktuellen Krise schnell und einfach Geld zur Aufrechterhaltung ihres Geschäfts zur Verfügung stellen, allerdings sind diese vor allem für den Mittelstand mit zu viel Bürokratie verbunden. Das geht aus einer Umfrage des Bankenverbandes BVR und der DZ Bank unter 1.500 kleinen und mittleren Unternehmen hervor. „Den Mittelständlern bereitet mitten in der Corona-Krise die Bürokratie in Deutschland die größten Sorgen, nicht etwa die Auswirkungen und Nachwirkungen der Krise selbst“, werden die Autoren in der Auswertung der Umfrage bei Heise Online zitiert.

Für 68 Prozent der Befragten stellt die Bürokratie der Hilfen aktuell die größte Herausforderung dar, bei kleinen Mittelständlern mit höchstens 20 Mitarbeitern gaben sogar 89 Prozent dieses Problem an. Danach folgen der Mangel an Fachkräften mit 67 Prozent und die Auswirkungen der Pandemie mit 65 Prozent. Dass sich die Lage der Firmen bald bessern wird, davon gehen die Banken nicht aus. „Den Mittelständlern geht es aktuell zwar spürbar besser als noch im Frühjahr dieses Jahres. Von einer Rückkehr zur Normalität kann aber noch nicht die Rede sein“, so die Untersuchung.

Der jetzt beschlossene harte Lockdown werde den Mittelstand erneut vor große Schwierigkeiten stellen. Zwar hätten sich viele Unternehmen im Frühjahr 2020 mit „ausreichend liquiden Mitteln“ versorgt, so die Einschätzung von BVR-Vorstandsmitglied Andreas Martin, allerdings könnte der erneute Shutdown nun eine „dramatische Insolvenzwelle“ nach sich ziehen.

Quelle: onlinehaendler-news.de