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DVSI fordert mit 57 weiteren Verbänden klare EU-Vorgaben für Verpackungsmüll

Das Thema Nachhaltigkeit und der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft genießt seit zwei Jahren mit dem Amtsantritt der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Priorität in Brüssel. Ein wichtiger Baustein ist dabei auch eine verbesserte Abfallsammlung und -sortierung, um den Übergang in die Circular Economy zu unterstützen.

Doch so einfach liegen die Dinge nach Einschätzung des Deutschen Verbandes der Spielwarenindustrie (DVSI) in Europa nicht. Immer mehr EU-Länder schaffen Hindernisse durch nationale Vorschriften für Verpackungen, etwa durch ein eigenes zusätzliches Logo, Erläuterungen zur Sortierung von Abfällen oder Informationen zum Verpackungsmaterial. Dies steht im Widerspruch zu den auf EU-Ebene laufenden Bemühungen um eine stärkere Harmonisierung der Abfallsammlung und -sortierung. Nationale Kennzeichnungs- und Informationsanforderungen würden nicht nur zu mehr Bürokratie und zusätzlichen Kosten für Unternehmen führen, zeigt sich der DVSI überzeugt, sondern das Thema Nachhaltigkeit dürfte unter nationalen Alleingängen eher leiden als einen Schritt nach vorne machen.

Der DVSI hat sich aus diesem Grund einer Koalition von 57 Wirtschaftsverbänden angeschlossen, die von der Europäischen Kommission in einem offenen Brief die Gewährleistung einer gemeinsamen Vorgehensweise bei den Anforderungen an Kennzeichnung und Informationen auf der Verpackung fordert. Der Brief ging auch an die ständigen Vertretungen bei der Europäischen Union.