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EU veröffentlicht Safety Gate Report

Spielwaren verlieren, bleiben aber vorne

Heute Morgen präsentierte der EU-Kommissar für Recht und Verbraucherschutz, Didier Reynders, den EU Safety Gate Report 2020. Darüber informiert der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI).

Der Bericht weist in den 31 EU-/EWR-Ländern insgesamt 2.253 Warnmeldungen zu gefährlichen Non-Food-Produkten aus, die zu 5.377 Maßnahmen der nationalen Behörden führten. An der Spitze der Warnmeldungen stehen europaweit erneut Spielwaren. Auf Platz 2 und 3 der 2020 registrierten gefährlichen Güter folgen Produkte aus dem Automobilsektor sowie elektronische Anwendungen und Produkte. Deutschland bildet eine Ausnahme. Die Top 3 der gefährlichen Produkte sind hier die Warengruppen Automobil, elektronische Anwendungen und Produkte sowie Schmuck.

Das Niveau der beanstandeten Produkte bewegt sich auf konstantem Niveau (2019: 2.243 Meldungen), allerdings führen die Meldungen zu immer häufigeren Maßnahmen der Behörden (2019: 4,477). Das bedeutet einen Anstieg um 20 %. Der Anteil der bemängelten Spielwaren sank in 2020 von 29 % auf 27 % in den 31 Staaten. Auf Platz 2 und 3 der 2020 europaweit registrierten gefährlichen Güter folgen Produkte aus dem Automobilsektor sowie elektronische Anwendungen und Produkte. Die Ergebnisse zeigen, so Didier Reynders, dass die EU-Kommission ihr Augenmerk besonders auf Kinder und vulnerable Gruppen legen würde.

In den letzten Jahren stammten die als gefährlich eingestuften Spielwaren oft aus unseriösen Quellen oder von dubiosen Herstellern, die die europäischen Sicherheitsstandards umgehen und die Plattformökonomie für ihr Geschäft nutzen. Der DVSI begrüßt deshalb ausdrücklich die Verschärfung der EU-Vorschriften für Online-Marktplätze, um gesetzliche Lücken zu schließen und faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.