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Forderung nach Sonntagsöffnungen bis zum Ende des Jahres

Die Coronakrise hat durch die monatelangen Lockdowns tiefe Schneisen in den lokalen Handel geschnitten. Um das stationäre Parkett wieder in Schwung zu bringen und die Waren, die sich in den vergangenen Monaten aufgestaut haben, abverkaufen zu können, gibt es nun Rufe nach der Möglichkeit, Läden auch sonntags zu öffnen. „Kurzfristig sollte es gerade mit dem Blick auf einen kraftvollen Neustart nach der Pandemie allen Einzelhändlern offenstehen, zumindest die restlichen Sonntage in diesem Jahr ihre Türen für alle Kunden zu öffnen“, wird Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des HDE, von der F.A.Z. zitiert.

Untermalt wird die Forderung mit dem Verweis, dass auch andere Geschäfte, wie beispielsweise aus der Gastronomie oder auch Kinos und Theater an Sonntagen ihre Pforten öffnen dürften. Zudem seien Sonntagsöffnungen sogar in stark katholisch geprägten Staaten üblich.

In Deutschland gilt das Grundsatzverbot der Sonntagsarbeit, wobei es nur in eng definierten Fällen Ausnahmen gibt, beispielsweise im medizinischen Bereich, im Sicherheitsbereich oder der Grundversorgung. Besonders Arbeitnehmervertreter verweisen auf einen familiären Ausgleich nach der Arbeitswoche und wichtige Erholungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer, die durch Sonntagsarbeit nicht möglich wären.

Quelle: onlinehaendler-news.de