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Neue Steuer auf den Online-Handel soll Innenstädte retten

Gegen die Verödung der Innenstädte ist der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling jetzt mit einem Vorschlag für eine zusätzliche Steuer auf den Online-Handel um die Ecke gekommen. „Die Dynamik des Onlinehandels ist ungebremst, wir brauchen eine zusätzliche Art von Besteuerung oder eine höhere Mehrwertsteuer“, wird er mit Verweis auf die dpa bei t-online zitiert. Besonders große Online-Händler wie Amazon, der in Mainz nach Angaben des Politikers keine Steuern zahlt, und dessen Praktik des kostenlosen Versands und der Retoure sei für die Städte eine hohe Belastung. Nicht nur wird viel Lagerfläche benötigt, man treibt auch das Verkehrsaufkommen und die CO2-Emissionen nach oben.

Gleichzeitig verwaisen die Innenstädte, die für Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft sorgen. Für die leerstehenden Läden fordert Ebling deswegen eine Zwischennutzung, die von der Landesregierung finanziell unterstützt werde solle. „Eine Art lokalen Verfügungsfonds für Leerstände zur Überbrückung“, so der OB. Es ist nicht das erste Mal, dass der Ruf nach einer zusätzlichen Steuer für den Online-Handel laut wird. Im vergangenen Jahr hat bereits Philosoph und Bestseller-Autor Richard David Precht eine Extra-Steuer für Online-Käufe gefordert. Seine Idee: Konsumenten sollen auf ihre Einkäufe 25 Prozent Steuern zahlen, die Einnahmen sollen dann in die Innenstädte investiert werden, um wieder mehr Besucher anzulocken.

Quelle: onlinehaendler-news.de