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„Spielen macht Schule – auch am Nachmittag“

Das Bildungsprojekt „Spielen am Nachmittag“ zeigt auch in Zeiten der Pandemie: Aktive Einrichtungen und engagierte Kooperationspartner aus dem Fachhandel profitieren von wertvollem Austausch.

Lockdown, Hygienekonzepte und ein Virus, das alles auf den Kopf stellt: Die Pandemie und damit temporär verbundene Schließungen treffen uns alle, besonders hart jedoch Kitas, schulische Einrichtungen und den Fachhandel. Doch auch in dieser schwierigen Zeit gibt es positive Beispiele, die Mut machen. Die etablierte Bildungsinitiative „Spielen macht Schule – auch am Nachmittag“ vom Mehr Zeit für Kinder e.V. fördert das klassische Spielen in Nachmittagsbetreuungen für Grundschulkinder und kooperiert mit der VEDES, Europas stärkster Fachhandelsorganisation für Spiel + Freizeit: Die lokalen VEDES Handelspartner stehen den Einrichtungen als fachkundiger und engagierter Spielepate zur Seite.

„Schon seit Beginn der Initiative im Jahr 2014 unterstützen wir das Projekt und bieten den Einrichtungen – sofern es die aktuelle Situation zulässt – auch bei uns vor Ort eine ausführliche Beratung zum Thema klassisches Spielen an“, so Verkaufsleiter Giuseppe D’Avanzo vom VEDES Fachgeschäft Faix & Söhne in Darmstadt.

Insgesamt 100 Spielwarenpakete wurden im letzten Jahr von den Herstellern Amigo, Mattel, Kosmos und Ravensburger zur Verfügung gestellt und in Kooperation mit lokalen VEDES Händlern an Nachmittagseinrichtungen überreicht.

„Das Projekt ist großartig! Es fördert die Gemeinschaft für groß und klein. Die Spiele sind für unsere Nachmittagsbetreuung eine wichtige Ergänzung – insbesondere mit Blick auf die aktuelle Situation,“ sagt Kai Fischer, Betreuung SKA Darmstadt (140 Schülerinnen und Schüler)

Ausleihe in die Familien

Die Produkte stehen nicht nur in den Einrichtungen zur Verfügung. Sie können zudem – unter Berücksichtigung des Hygienekonzepts – auch in die Familien zuhause verliehen werden. Ziel dabei ist, das gemeinsame Spielen in den Familien zu fördern und nebenbei neue Spielwaren zu entdecken. Eine Win-win-Situation für die Einrichtungen, Familien und Fachhändler vor Ort.

„Gerade in der jetzt schwierigen Zeit, in der unsere Kinder doch stark eingeschränkt in ihrem Spiel sein müssen, stellt die große Auswahl eine große Bereicherung dar. Deshalb war es ein wahrer Glückstreffer für uns, bei der Initiative gewonnen zu haben. Wir tauschen die verschiedenen Spielsachen in den Gruppen und bieten gerade unseren sozialschwachen Familien die Möglichkeit an, sich auch einmal Spiele bei uns auszuleihen,“ sagt Silke Kullmann, Leiterin des Spielhaus in Cottbus (120 Schülerinnen und Schüler)

Seit Beginn der Initiative nutzen inzwischen 700 Einrichtungen mit rund 64.000 spielenden Kindern das Spielangebot von „Spielen macht Schule – auch am Nachmittag“ – sowohl in der Betreuungseinrichtung als auch mittels der Ausleihe in den Familien.

Das Interesse ist ungebrochen: Bereits jetzt – 2 Monate vor Wettbewerbsstart – füllt sich die Interessentenliste der Einrichtungen, die die neuen Ausschreibungsunterlagen für 2021 angefragt haben.

Wettbewerb 2021

Im Mai startet dann die neue Wettbewerbsrunde, für die insgesamt 10.000 Nachmittagseinrichtungen aufgerufen werden, sich an der bundesweiten Ausschreibung um ein Spielwarenpaket zu beteiligen. Zentraler Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen ist dabei der Produktkatalog, der alle Produkte und deren Fördereigenschaften für die Kinder einzeln vorstellt und somit ein hilfreiches Beratungsinstrument für das pädagogische Fachpersonal ist.

„Ein vielfältiges, altersentsprechendes und aufforderndes Spiel- und Beschäftigungsmaterial ist für die tägliche Arbeit unverzichtbar. Kreative Anregungen, interessante und ideenreiche Angebote und Spiele erleichtern dies. Der Gewinn bei der Bildungsinitiative ‚Spielen macht Schule – auch am Nachmittag‘ unterstützt unsere tägliche Arbeit und motiviert die Kinder durch die Vielfältigkeit immer wieder zum Tun. Nochmal ein herzliches Dankeschön hierfür,“ sagt Doris Weismüller, Leiterin der pädagogischen Nachmittagsbetreuung Rosenbrot in Fulda.

Expertise vor Ort

Fachwissen und Beratung zum Thema Spielen, den Produkten und Impulse und Anregungen bieten die Fachhändler vor Ort, die im Rahmen des Projekts den Gewinnereinrichtungen als Spielepaten mit Rat und Tat zur Seite stehen.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Bildungspartnerschaft, die wir nun seit einigen Jahren mit unserem Spielepaten Christian Bökenkamp führen: Er hat uns das Spielwarenpaket übergeben, die Produkte vorgestellt und einige der Produkte mit den Kindern angespielt. Seitdem kooperieren wir regelmäßig mit ihm, schätzen seine Beratung vor Ort. Sobald sich die Lage wieder entspannt, planen wir gemeinsame Eltern-Kind-Angebote für Familien in Bildungseinrichtungen im Umkreis,“ sagt Dorothea Ruh, Dipl. Sozialpädagogin, Lehrerin i. R., Projektinitiatorin „Lernen durch Spielen“ Bielefeld.

Und auch für den Fachhandel zeigen sich die positiven Effekte der Kooperation. „Wir als VEDES Händler profitieren, indem wir unsere Beratungskompetenz vor Ort anbieten und unseren Kunden – in diesem Fall pädagogische Fachkräfte und Familien – neue Produkte empfehlen. Diese können sie im regulären Betrieb bei gemeinsamen Spielenachmittagen – erleben und ausprobieren,“ sagt Geschäftsführerin Vanessa Waldvogel vom VEDES Fachgeschäft Carl Schäffer GmbH & Ko. KG in Osnabrück.

Interessierte Kooperationspartner können sich beim Verein Mehr Zeit für Kinder e.V. melden, um das Projekt in diesem Jahr für sich zu nutzen.

Kontakt: info@mzfk.de . Weitere Informationen unter: www.spielen-am-nachmittag.de