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Studie: Unterschätzte Kraft - Kleinstunternehmen in Deutschland

Geschäftsklima, Digitalisierung und Corona

Mit fast 500 Milliarden Euro Umsatz jährlich steuern Kleinstunternehmen einen bedeutenden Anteil zur Wertschöpfung der deutschen Wirtschaft bei. Zudem ist nahezu jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland (18%) in einem Kleinstunternehmen angestellt oder als Kleinstunternehmer selbstständig tätig. Jimdo hat es sich daher in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Forschungsinstitut Statista zur Aufgabe gemacht, mit dem „Jahreskompass Kleinstunternehmen 2020/21“ und dem „Jimdo Geschäftsklimaindex“ den wirtschaftlichen Zustand von Kleinstunternehmen darzustellen und mit einem vergleichbaren Indikator zum Ifo Index öffentliche Aufmerksamkeit auf Selbstständige zu lenken.

Als Grundlage für den Jahreskompass wurden 900 Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer und in Kleinstunternehmen Beschäftigte im November 2020 über ein Online Access Panel zu ihrer beruflichen Tätigkeit, zur wirtschaftlichen Lage ihres Unternehmens, zu ihrer Einstellung zur Digitalisierung und zur Entwicklung ihres Unternehmens während der Corona-Pandemie befragt.

Der Jimdo Geschäftsklimaindex

Für den Jimdo Geschäftsklimaindex bewerten die Befragten die gegenwärtige Geschäftslage sowie ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde der Ifo Index zum Basiszeitpunkt November 2020 nachgebildet. Das Geschäftsklima ergibt sich aus dem Mittelwert der beiden Salden. Der Vergleich der beiden Werte zeigt deutlich: Der Jimdo Geschäftsklimaindex ist insgesamt etwas negativer (96,5) als der nachgebildete Ifo Index (98,4). Dies begründet sich vor allem darin, dass die Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer ihre gegenwärtige Geschäftslage deutlich negativer (-5,8) bewerten als die Befragten des Ifo Instituts (5,1). Kleinere Unternehmen werden von der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen offenbar härter getroffen. Vor allem Solo-Selbstständige (-14,9) bewerten die aktuelle Lage besonders negativ.

Betrachtet man hingegen die Geschäftserwartungen, zeigt sich, dass Selbstständige deutlich weniger negativ (-1,2 gegenüber -8,1) auf die Entwicklung in den kommenden sechs Monaten blicken. Insbesondere Kleinstunternehmen, die in den letzten zwei Jahren gegründet wurden, glauben an eine positive Entwicklung ihrer Geschäfte in den nächsten sechs Monaten (10,8).

Hoffnungen trotz Pandemie

Trotz der positiven Geschäftserwartungen für das kommende Jahr bedeutet die Corona-Pandemie für die meisten Kleinstunternehmen einen herben Einschnitt in die Geschäftstätigkeit. Im Vergleich zum Vorjahr geht fast die Hälfte der befragten Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer (47%) von einem deutlichen Umsatzrückgang in 2020 aus.Viele Unternehmen nutzen die aktuelle Krise allerdings für strukturelle Veränderungen und die Digitalisierung des eigenen Geschäfts. Über 60% halten die Digitalisierung in ihrem Geschäftsfeld in Form von E-Commerce, digitaler Vernetzung und digitaler Kommunikation für wichtig oder sehr wichtig. Doch deutlich wird auch ein enormer Nachholbedarf: 43% der befragten Kleinstunternehmen betreiben bisher noch keine eigene Homepage.

Sicherlich auch deshalb sind 85% der befragten Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer grundsätzlich optimistisch gestimmt. Damit Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer auch ohne IT-Know-How die Digitalisierung nutzen können, biete Jimdo eine einfache Lösung: Dank des Baukastensystems sei eine eigene Webseite inklusive Online-Shop einfach und ohne Vorkenntnisse in wenigen Schritten möglich.

„Die Corona-Pandemie ist für die Selbstständigen und kleinen Unternehmen eine besondere Belastung. Doch ich bin begeistert, mit wie viel Pragmatismus gerade Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer die Krise meistern und in die Zukunft blicken.“, so Matthias Henze, Gründer und CEO von Jimdo. „Ich habe in den letzten Monaten mit so vielen großartigen Selbstständigen gesprochen, die eingesessene Hutmanufaktur mit neuem Webshop oder die Traditions-Gärtnerei mit neuem Lieferservice - das sind kreative Persönlichkeiten, die unsere Wirtschaft bunt machen und die wir daher unterstützen sollten.“