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Von Pippi bis Panem

Der Verlag Friedrich Oetinger feiert in diesem Jahr sein 75jähriges Jubiläum

Das Hamburger Familienunternehmen hat in Deutschland Figuren wie Pippi Langstrumpf oder Pettersson und Findus bekannt gemacht und Autoren wie Kirsten Boie, Paul Maar oder James Krüss entdeckt.

Der Anfang war sehr bescheiden: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, am 12. Juni 1946 gründete der Buchhändler Friedrich Oetinger (1907-1986) den Verlag, der sich zunächst auf wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Bücher spezialisierte. Mit der Veröffentlichung der deutschen Erstausgabe von Pippi Langstrumpf im Jahr 1949 und der Entdeckung von Astrid Lindgren für den deutschen Markt begann die Erfolgsgeschichte.

Mehrere Generationen sind inzwischen mit Kinderbuchfiguren von Oetinger aufgewachsen. Dazu gehören Pippi Langstrumpf, Michel, das Sams, die Olchis, die Kinder aus dem Möwenweg, der kleine Ritter Trenk, Pettersson und Findus und viele andere mehr. Heute zählt die Verlagsgruppe Oetinger, deren Keimzelle der Verlag Friedrich Oetinger ist, zu den drei größten Kinderbuchverlagen Deutschlands - und ist der letzte familiengeführte dieser Größe. Im vergangenen Jahr ist Oetinger vom Stammsitz in Hamburg-Duvenstedt in einen sanierten Speicher nach Hamburg-Altona gezogen.

Literarisch begeht Oetinger den 75. Geburtstag mit neuen Büchern in vier Themenwelten, von fantastisch bis hyggelig. Zudem veröffentlicht Oetinger einige Schätze aus dem Verlagsarchiv neu. Darunter Christine Nöstlingers Frühwerk „Mr. Bats Meisterstück“ oder Kirsten Boies „Man darf mit dem Glück nicht drängelig sein“.