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Warum die Spielwarenproduktion aus China abwandert

von Steve Reece, Geschäftsführer, Toy Team Asia

Chinas Rolle in der internationalen Produktion ändert sich mit der fortschreitenden wirtschaftlichen Entwicklung. In der Spielwarenbranche spielt China seit mehr als vier Jahrzehnten eine wichtige Rolle bei der Herstellung der Produkte, die wir verkaufen. Bevor man in China produzierte, stellten die meisten Unternehmen ihre Produkte entweder in ihrem Heimatmarkt her oder importierten sie aus verschiedenen Zentren auf der ganzen Welt, darunter Hongkong, Japan und Taiwan.

Heute ist China in der Lage, Hunderte von Millionen Menschen in der Kosumgüterindustrie zu beschäftigen. Doch diese Zeiten gehen ihrem natürlichen Ende entgegen, da die Arbeitskräfte für die Spielzeugfabriken in China nicht mehr vergleichsweise billig oder reichlich vorhanden sind. Zwar wird ein Teil der Produktion in andere Länder verlagert, um der besseren Verfügbarkeit von Arbeitskräften und den niedrigeren Kosten zu nutzen, doch die Realität sieht so aus, dass China aufgrund seiner vergleichsweise einfachen Handhabung nach wie vor unsere bevorzugte Quelle für die Spielzeugproduktion sein dürfte. Die bewährte Effizienz, Zuverlässigkeit und Robustheit der lokalen Lieferkette ist vorhanden, aber sie ist zunehmend die kostspieligere Option. Wie jeder weiß, der im letzten Jahr aufgrund der Schiffscontainerkrise über die Preise verhandeln musste, ist die Preisgestaltung im Spielwarengeschäft von entscheidender Bedeutung. Der Druck des Einzelhandels auf niedrigere Preise hält ungeachtet der steigenden Inflation an.

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