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Zahlungsausfälle: Immer mehr Unternehmen verlangen Vorkasse

Viele Unternehmen haben in der Coronakrise mit Umsatzeinbußen zu kämpfen und sind teils auf staatliche Hilfen angewiesen, nicht wenigen droht eine Insolvenz. Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht wurde zudem Ende Januar für Firmen, die auf Auszahlungen aus den Coronahilfen warten, erneut bis Ende April verlängert. All das hat Auswirkungen und schürt bei Unternehmen die Angst, dass ausstehende Rechnungen nicht beglichen werden könnten.

Infolgedessen stellen nun zahlreiche Betriebe beziehungsweise Lieferanten auf eine Zahlung per Vorkasse um, meldet die Wirtschaftswoche. „Die Gefahr ist groß, dass die Wirtschaft in eine Vertrauenskrise gerät, wenn immer mehr Unternehmen nicht mehr einschätzen können, ob ihr Geschäftspartner solvent ist“, zitiert der Bericht die Bedenken der Unternehmerin Jeannine Budelmann, stellvertretende Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren. In der Konsequenz könnten sich Geschäfte verzögern.

Im Falle von Zahlungsausfällen könnten auch Warenkreditversicherer einspringen. Damit allerdings auch deren Ausfallrisiken nicht zu hoch werden, hatte die Bundesregierung ihr Absicherungsprogramm aus dem April, durch das Ausfälle von bis zu 30 Milliarden Euro aufgefangen werden, im Dezember vergangenen Jahres bis Juni verlängert. Ob sich Versicherungsgesellschaften mit Ablauf dieses Schutzschirmes im größeren Stil zurückziehen, bleibe dann aber abzuwarten.

Quelle: onlinehaendler-news.de