Märkte

Augmented Reality eröffnet der Spielwaren­branche neue Absatz­chancen

Augmented Reality in der Spielwarenbranche

Mehr Content mit AR

Einer der größten Vorteile von AR ist, dass dem Nutzer zusätzliche Informationen geliefert werden können. Shifu Orboot hat zum Beispiel einen interaktiven Globus entwickelt, der Kindern pädagogisch wertvolle Inhalte und Wissen über alle Regionen der Welt vermittelt. Wenn man den Globus bewegt, werden auf der Oberfläche Landesflaggen, typische Tiere, Kultur, Wetter, regionale Küche, Bauwerke usw. angezeigt und können über das Handy oder Tablet vertieft werden. So können Kinder z.B. etwas über die Tierwelt eines Landes erfahren, wenn sie die dortigen Tiere virtuell füttern. Spielerisches Lernen im wahrsten Sinne des Wortes also.

Interaktiver AR-Globus für Kinder von Shifu Orboot

Ravensburger hat in den letzten Jahren großartige Puzzles auf den Markt gebracht, mit denen der Nutzer sein Spielerlebnis mit seinem Smartphone noch verlängern kann, nachdem er alle Puzzleteile an ihren richtigen Platz gesetzt hat. Wenn der Puzzlefan z.B. ein Bild von Paris zusammengefügt hat, kann er sich Informationen über die Bauwerke anzeigen lassen, die auf dem Puzzle zu sehen sind.

Länger spielen mit AR

Studien zeigen, dass immer mehr Kinder Videospielen den Vorzug vor klassischem Spielzeug geben und dass auch das Einstiegsalter für Videospiele immer weiter sinkt. Für Spiele mit integrierter AR-Technologie können sich jedoch auch Kinder begeistern, die eher wenig Interesse an herkömmlichen Spielsachen haben.

Vor diesem Hintergrund haben mehrere Spielzeughersteller ihren Produkten mithilfe von Augmented Reality ein zweites Leben eingehaucht. Diese Entwicklung lässt sich in zahlreichen Kategorien beobachten. 

So hat Chicco z.B. 2016 die Toys Blocks-App für Bausets entwickelt, die sich an die Altersgruppe von 1-6 Jahren richten. Damit können selbst kleine Kinder beispielsweise Dinosaurier zusammenbauen und sie dann mithilfe eines Smartphones oder Tablets virtuell zum Leben erwecken. Auch Lego widmet sich seit einigen Jahren dem Thema Augmented Reality. Für Kinder ab 7 hat das dänische Unternehmen auf der Spielwarenmesse 2019 Lego Hidden Side präsentiert. Hier können Kinder die von ihnen zusammengesetzten Bauwerke mit einem Smartphone abscannen und Geister jagen, die sich virtuell dort verstecken.

Innerhalb der Kategorie Rollenspiele und Verkleidungen wartete Hasbro vor ein paar Jahren mit seiner Hero Vision Iron Man AR Experience auf, bei der Kinder in eine interaktive Welt eintauchen und sich wie echte Superhelden fühlen können. 

Selbst das gute alte Überraschungsei von Ferrero hat in seinem Innern mittlerweile ein kleines Extra in Form eines Scan-Codes versteckt, mit dem sich auf einer eigenen App namens APPLAYDU verschiedene AR-Spiele öffnen lassen.

Auch neue Unternehmen drängen in den Markt. Ein gutes Beispiel sind die SwapBots. Die interessanten und kreativen Charaktere bestehen aus austauschbaren Elementen, aus denen sich unzählige unterschiedliche Figuren zusammensetzen lassen, die man abscannen und in einem AR-Spiel zum Leben erwecken kann.

SwapBots

Die Grenzen zwischen physischen Toys und Videospielen verschwimmen zunehmend

Die vorgestellten Spielsachen vereinen Elemente traditioneller Spielwaren mit Spieloptionen, die sich an Videospielen orientieren. Zum einen öffnen sich klassische Spielwarenproduzenten immer mehr der neuen AR-Technologie, zum anderen gehen auch die Entwickler von Videospielen verstärkt dazu über, physische Elemente in ihre Spiele zu integrieren. So geschehen bei Mario Kart Live: Home Circuit für Nintendo Switch. Hier müssen die Kinder zunächst zu Hause eine Rennstrecke nach ihren eigenen Vorstellungen bauen, um dann eine physische Mario-Figur samt Kart mit ihrem Nintendo Switch über die Rennstrecke flitzen und digitale Preise einsammeln zu lassen. 

Mario Kart Live: Home Circuit von Nintendo Switch

Auch Pokémon Go wird fortlaufend weiterentwickelt und verbessert. Gerade erst ist eine neue Version auf den Markt gekommen, bei der die Spieler in noch realistischere Welten eintauchen können. Mithilfe von AR-Mapping können die Spieler Standorte scannen, was es den gefangenen Kreaturen ermöglicht, mit der realen Welt zu interagieren z.B. indem sie sich hinter einem Objekt verstecken anstatt davor zu schweben.

AR-Elemente erhöhen den Spielwert und erweitern die angesprochene Altersgruppe

Die Aufnahme von AR-Elementen kann also durchaus ein Schlüssel zum Erfolg sein, wenn man bedenkt, dass die Spielwarenbranche mittlerweile mit Videospielen, Apps und sonstigen technischen Innovationen um die Gunst der Kinder buhlen muss. Mithilfe von Augmented Reality können wir spannende Unterhaltung und edukative Inhalte in unsere Spielzeuge integrieren und so einen echten Mehrwert schaffen. Darüber hinaus können AR-Elemente dafür sorgen, dass die Produkte selbst für solche Kinder noch attraktiv sind, die sonst gar nicht mehr mit Spielsachen spielen würden.

Info

Die Spielwarenmesse® zeigt wie technologische Innovationen neue, spannende Spielerlebnisse ermöglichen.

Zur Produktgruppe Elektronisches Spielzeug

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