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Verhaltensänderungen im Zuge von Corona

5 Entwicklungen, die man im Auge behalten sollte

Seit dem Ausbruch der Corona-Krise hat es spürbare Veränderungen bei den Einstellungen, dem Verhalten und den Konsummustern der 12,3 Mio. Kinder gegeben, die in Großbritannien leben:

  • Kinder zwischen 3 und 18 Jahren bekommen mehr Taschengeld.
  • Brettspiele sind jetzt doppelt so beliebt wie vor der Krise und liegen bei der Altersgruppe zwischen 3 und 12 Jahren auf Platz 3 (nur LEGO und LEGO Friends schneiden besser ab).
  • Es werden altersübergreifend mehr Comedybücher (+10%) und Fantasyromane (+5%) gelesen. 
  • Der Einfluss von Kindern auf Kaufentscheidungen ihrer Eltern ist gestiegen, z.B. welche Fernsehkanäle abonniert werden (Anstieg um 39%).
  • Beim Beliebtheitsranking von Apps hat es Verschiebungen gegeben, da Kinder mehr Zeit im Internet verbringen. TikTok konnte weitere Zuwächse verbuchen (jetzt mit einem Anteil von 4,3% die viertbeliebteste App bei allen Kindern). 

Änderungen, die Handel und Hersteller betreffen:

  • Kinder kaufen mehr online ein, weil die Spielzeugläden vor Ort geschlossen sind. 44% der befragten Kinder haben seit der Krise mehr Geld im Internet als offline ausgegeben. Das bedeutet, dass Kinder ab ihrem vierzehnten Lebensjahr mehr Geld im Online-Handel ausgeben als im stationären Handel.
  • Es werden verstärkt neue Zahlungsmethoden genutzt und immer mehr Kinder glauben, dass digitale Währungen die Zukunft sind. Diese Auffassung vertritt nunmehr ein Drittel aller befragten Kinder (Anstieg um 38% seit Ausbruch der Corona-Krise).

Der Report stellt auch fünf Thesen zu zukünftigen Trends vor, die nach Meinung von Kids Insights infolge der Corona-Krise und der Unsicherheit über die Zukunft wichtig werden:

  1. Verschiebungen bei den Präferenzen im realen Leben – Wen werden Kinder bewundern, wenn die Krise vorbei ist? Corona hat neue Helden hervorgebracht. 
  2. Es wird wieder mehr Zeit in der Familie verbracht – Ausgangssperren, Home Schooling und Home Office haben zweifelsohne zu vielen Konflikten innerhalb der Familie geführt. Gleichzeitig lässt sich aber auch beobachten, dass man wieder mehr Qualitätszeit im Familienverband verbringen will. 
  3. Die reale und die virtuelle Welt buhlen um die Aufmerksamkeit der Kinder – Während des Lockdowns blieb den Kindern nichts anderes übrig als ihre Sozialkontakte über das Internet zu pflegen. 
  4. Der Einzelhandel muss sich neu erfinden – Klar ist, dass es für den Einzelhandel nach der Corona-Krise nicht leichter werden wird. Es wird zu langfristigen Änderungen im Verhalten und in den Ansichten kommen, die sich auf das Einkaufsverhalten der Verbraucher auswirken werden, wenn die Krise vorbei ist. 
  5. Das Zugehörigkeitsgefühl nimmt an Bedeutung zu – Beim Wiedereinstieg in die reale Welt wird das Gefühl, zu einer Community zu gehören, immer wichtiger für Kinder. Marken, die in der Lage sind, dieses Gefühl zu vermitteln, können sowohl zu Kindern als auch ihren Familien eine langfristige Beziehung aufbauen.

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Der kostenlose Report zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Einstellungen, Verhalten und Konsum von Kindern kann hier heruntergeladen werden: https://kidsinsights.com/ac/