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Soziale Medien & Spielwaren

Neue Formen des Spielens verlangen nach neuen Formen der Zielgruppenansprache
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Soziale Medien als Ausgangspunkt für Spielwaren

Am eindrücklichsten lässt sich der Einfluss, den die neuen Technologien auf Spielwaren haben, anhand von Produkten veranschaulichen, mit denen Kinder selbst Filme produzieren können. So hat z.B. Lego mit Vidiyo eine neue Möglichkeit geschaffen, mit Legosteinen kreativ zu werden – und zwar in einer Form, die für die Kinder von heute wirklich relevant ist.

Mithilfe anderer Toys und Games können Kinder semiprofessionell produzierte Spaß-Videos auf Social Media-Kanälen hochladen. Einige der enthaltenen Features geben den Kids sogar das Gefühl, dass sie später mal YouTuber oder TikToker werden können. Gelungene Beispiele sind der Studio Creator von Canal Toys, aber auch die Spiele von Science4you, Studio Lab Be a YouTuber und Pranks Lab Be a TikToker. 

Studio Lab Be a YouTuber von Science4you

Mit diesen Spielen und Anwendungen können Kinder ihrer Kreativität in vielerlei Hinsicht freien Lauf lassen. So gibt es z.B. die Möglichkeit, eigene Accessoires zu entwickeln, die dann in eigens dafür aufgenommenen Videos vorgestellt werden. Ein Beispiel dafür ist das Let’s Glow Studio von Smyths Toys. 

Durch TikTok werden Kinder ermuntert, sich Fähigkeiten anzueignen, um damit auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit anderen in Wettstreit zu treten. Auch das hat Einfluss auf die Spielwarenbranche, weil das Angebot und auch die Nachfrage nach Spielzeug wächst, das auf diese Challenges zugeschnitten ist.

Die Mehrheit der Challenges auf TikTok sind eine gute Sache, weil Kinder dadurch angehalten werden, ihre Fähigkeiten in ihren Interessensgebieten zu verbessern. Dank TikTok tanzen Kinder heutzutage häufiger als je zuvor, sie bewegen sich und sind aktiv. Selbst Tanzschulen bieten aufgrund der Popularität von TikTok mittlerweile Kurse an, die auf TikTok-Choreografien basieren.

Neue Medien zur Flankierung von Marketingkampagnen

Plattformen wie YouTube und TikTok erobern also Schritt für Schritt die Herzen der Kinder – und das gleiche gilt für die Influencer. Und weil Influencer so relevant sind, werden sie von Spielzeugherstellern auch gerne für die Verkaufsförderung ihrer Produkte sowie zahlreiche andere Zwecke eingesetzt. Mittlerweile sind Influencer sogar schon am Design von Spielzeug beteiligt!

Das ist z.B. bei der neuen Spielzeug- und Markerserie „InkFluencer“ von SpinMaster der Fall, mit der Fashion-Ideen kreiert und personalisiert werden können. Die Marke wurde in Zusammenarbeit mit den populären TikTok-Influencerinnen von WeWearCute entwickelt. Die beiden Mädels haben nicht nur dafür gesorgt, dass ihre Marke auf den beworbenen Produkten zu sehen ist, sondern sie stellen diese allen Followern auch auf Social Media vor.

Inkfluencer von Spin Master

Mittlerweile haben die Spielzeugunternehmen sich schlau gemacht, wie sie die neuen Plattformen optimal nutzen können. Nerf ist beispielsweise sehr gekonnt auf TikTok unterwegs - dieser TikTok-Kanal ist übrigens der erste Kanal, den Hasbro auf der Plattform betreibt. Im Sommer 2021 veranstaltete Nerf die Hyper Tourney, die sich ausschließlich an die TikTok-Community in den USA richtete. Die Teilnehmer mussten Filme einsenden und so auf kreative Weise ihre Nerf- und TikTok-Skills unter Beweis stellen. Der Gewinner wurde dann zum Chief TikTok Officer von Nerf ernannt. Die Aktion kurbelte nicht nur den Absatz der Nerf-Produkte an, sondern ließ auch die Anzahl der Follower in den sozialen Medien nach oben klettern.

Eine weitere interessante Marketingstrategie ist die Produktion eigener Serien. So hat Cra-Z-Art eine YouTube-Serie mit den „Instaglam Glo-up Girls Dolls“ aufgelegt. In sieben Folgen werden Teenage-Influencerinnen aus Fleisch und Blut gezeigt, die zusammen mit ihren Puppen in einem Luxushaus wohnen. Jeder Influencerin ist eine bestimmte Puppe zugeordnet und im Verlaufe der Serie müssen diese Glo-Up-Challenges bewältigen und werden von ihren Puppen entsprechend inspiriert.

The GLO Show

So erreichen Sie die nächste Generation der Kids und Kidults

Die Spielzeugindustrie muss in diese Richtung denken, wenn sie Spielsachen entwirft und dazugehörige Marketingkampagnen in den sozialen Medien gestaltet. Denn so können Verbraucher auf eine Art und Weise angesprochen werden, die für sie jetzt, aber auch in Zukunft passend ist – und zwar nicht nur Kinder, sondern auch Teenager und Kidults!

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